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Pater Markus Laser
Pater Markus LaserPater Markus Laser
(Ewald Meyer; 14.08.2005)

Der Salvatorianer Pater Markus Laser war von 1967 bis 1990 Pfarrer der katholischen Pfarrgemeinde Irsch. Da nach ihm die Pfarrei Irsch mit den Pfarreien Beurig und Ockfen unter Pastor Hubert Nickels zu einer 'Seelsorgeeinheit' zusammengefasst werden mussten, war er der letzte 'Irscher Pastor'. Er gehörte zur Ordensniederlassung der Salvatorianer, die von 1967 bis 1990 als 'Franz-Jordan-Haus' im Pfarrheim in Beurig bestanden hat. Für seine Verdienste wurde ihm am 30. September 1990 als Abschiedsgeschenk von der Gemeinde die Ehrenbürgerschaft verliehen. Für viele Rompilger war er authentischer Reiseleiter. Sein Ruhestand im Kloster Steinfeld war nur von kurzer Dauer, er starb am 12. März 1993.

Die Pfarrgemeinde schrieb in ihrer Todesanzeige: "Den Kindern, den Jugendlichen, den Erwachsenen, besonders den Kranken und Behinderten war er ein froher Seelsorger. Ihm verdanken wir die Einrichtung des Kindergartens und die Gründung der Schwesternstation der Salvatorianerinnen. Ausgeprägt war sein Interesse für die religiöse Kunst. Stellvertretend erwähnen wir die Auffindung und Restaurierung der Trever Madonna."

Die Gemeinde schrieb in ihrem Nachruf für den Ehrenbürger: "Neben seinem seelsorgerischen Wirken widmete sich Pater Markus der Geschichtsforschung und erstellte eine Chronik über die Gemeinde und Pfarrei Irsch".

Die Salvatorianer der Norddeutschen Provinz schrieben zu seinem Tode:
"P. Markus wurde am 28.4.1915 in Breslau geboren. Von 1926 bis 1934 besuchte er unsere Gymnasien in Bad Wurzach und Lochau. Nach dem Abitur trat er zu Heinzendorf / Schlesien in die Gesellschaft des Göttlichen Heilandes ein und legte am 8.9.1935 die Erste Profess ab. In Rom studierte er Philosophie und Theologie von 1935 bis 1942. Seine Priesterweihe empfing er dort am 16.6.1940. Als Sanitätsgefreiter war er während des Krieges von 1942 bis 1945 in Italien eingesetzt. Nach dem Krieg wirkte er 22 Jahre lang ebenfalls in Italien: als Pfarrer in Narni und Chieri, als Erzieher in unserem Konvikt in Chieri und als Scholastikerpräfekt in Rom. 1966 gründete Pater Markus mit Frau Gertrud Lubowitzki in Freiburg die 'Christliche Arbeitsgemeinschaft körperbehinderter berufstätiger Frauen', die sich zusammengetan haben, um nach den Maßstäben des Evangeliums zu leben. Sie wollen sich einander stützen und helfen und sehen es als ihre Aufgabe an, dort Hilfe zu leisten, wo noch größere Not anzutreffen ist. Diesen Menschen war unser Mitbruder stets ein hilfreicher und Freude bringender väterlicher Begleiter. 1967 kehrte Pater Markus in die Norddeutsche Provinz der Salvatorianer zurück und betreute mit großem Einsatz bis 1990 die Pfarrei Saarburg-Irsch. Nach der Auflösung unseres Kollegs in Saarburg musste er Irsch, dessen Ehrenbürger er geworden war, und seine geliebte Pfarrei verlassen und kam ins Kloster Steinfeld. Hier war er ein stets gefragter Beichtvater und guter Seelsorger. Liebevoll kümmerte er sich auch um seine älteren Mitbrüder. Seine Arbeitsbereitschaft war bewundernswert. So erkrankte er auch während einer Aushilfe in der Kamillusklinik zu Asbach. Am Morgen seines letzten Lebenstages empfing er in großer Freude und Dankbarkeit gegenüber Gott und seinen Mitmenschen die Krankensalbung. Wer Pater Markus begegnet ist, bewahrt die dankbare Erinnerung an einen Priester, dessen Wort und Verhalten geprägt waren durch Frohsinn und gütige Weisheit des Herzens. So wurde er für viele ein gesegneter Wegbegleiter".

Sehr viele Irscher nahmen am 17. März 1993, um 14.30 Uhr in der Basilika des Klosters Steinfeld am Requiem und an der anschließenden Beerdigung auf dem Klosterfriedhof teil.

Das Wirken des Pater Markus dürfte für Irsch unvergesslich bleiben:

  • 5. Juli 1970 Einweihung der Friedhofskapelle
  • 4. Oktober 1970 Einweihung des neuen Kindergartens
  • 25. Oktober 1970 Einweihung der Christuskapelle im Keltergarten
  • 18. November 1970 Einweihung des Kriegerdenkmals
  • 1972 Gründung der Jugendgruppe DPSG 'Juventus 72'
  • 20. November 1974 Einweihung des Kreuzweges
  • 1975 Restauration der Dräwer Madonna
  • Februar 1979 beim Neuanstrich Freilegung und Restauration des Wappens des Kurfürsten Jakob von Sierck in der Sakristei
Die Weitsicht und Sorge des Pater Markus ist auf der letzten Seite seiner Chronik ausgedrückt: "Alle Aufmerksamkeit alle Sorge alle Hilfe, die wir heute unsern Kindern geben, dient dem Aufbau einer besseren Welt von morgen". Religionsunterricht in der Schule, Kommunion- und Firmunterricht waren ihm Herzensangelegenheit. Er führte seine Kommunionkinder kontinuierlich über in den Dienst am Altar. Da zunächst Mädchen nicht als Messdiener zugelassen waren, setzte er sie weise und fortschrittlich als 'Orantinnen' in den Altardienst ein. Am Ende seiner Amtszeit standen für seinen Nachfolger in Irsch über siebzig Messdiener/innen bereit.
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Pater Markus Laser

Aus Anlass der goldenen Profess hat Gisela Palm dem Pater Markus folgendes Gedicht gewidmet:

Zu Ihrem Festtag, Pater Markus

Es waren, weiß Gott, nicht die friedlichsten Zeiten,
und Priester gewiss nicht von allen gefragt,
vielleicht ein Grund mehr, diesen Weg zu beschreiten
für ihn, der ein großes Versprechen gewagt.

Ein halbes Jahrhundert der Kirche vermählt sein,
gereift an den Pflichten durch Freude und Leid,
heißt, zu den Getreu´sten der Kirche gezählt sein,
als `Feuerwehr Gottes´, weil `allzeit bereit´.

Mit Leib und mit Seele ein Salvatorianer
ist glaubwürdig nur, weil er selbst überzeugt,
ein fröhlicher Mensch und ein ernster Ermahner,
in Monte-Cassino vom Krieg nicht gebeugt.

Er liebte Italien, er liebt es noch heute.
Die ganz große Liebe gilt Rom offenbar,
doch wenn ich sie recht, die Zufriedenheit deute,
gleichwohl seinem Irsch, seinem Dorf an der Saar.

War´s immer ganz einfach, die Irscher zu hüten?
Nun, Hirte und Herde, sie waren sich gut.
Mag der, dem er dient, all das Gute vergüten,
was immer er wirkte und künftig noch tut.

Als aktiver Priester dies Fest zu erleben,
heißt, täglich das große Gelübde erneu´n.
Er macht es uns leicht, ihm die Ehre zu geben.
Ein Freund lädt zum Fest, um sich mit uns zu freu´n.
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Abschiedsbrief von Pater Markus Laser



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Aktualisiert am:
1. August 2009

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