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Genossen flirten mit Moselland
Wie lange Herbert Schneider (links) und Alfons Weimann noch Weinflaschen des Winzervereins Irsch-Ockfen in Kartons packen können, ist ungewiss.
Foto: Karl-Peter Jochem

Düstere Prognosen für Winzerverein Irsch-Ockfen – Generalversammlung hat das letzte Wort
TV-Artikel vom 20. November 2001;
(KARL-PETER JOCHEM)
Die Zukunft des Winzervereins Irsch-Ockfen ist ungewiss. Rückläufige Mitgliederzahlen, sinkende Fassweinpreise und eine kleiner werdende Anbaufläche bescheren der Genossenschaft künftig Turbulenzen.

Von den ehemals über 300 Mitgliedern sind noch rund 150 übrig geblieben – alle Nebenerwerbswinzer, die insgesamt 24 Hektar Anbaufläche am Irscher Sonnenberg, am Ockfener Bockstein oder am Ockfener Scharzberg nach Feierabend bewirtschaften.

Rund 200 000 Liter Most haben sie in diesem Jahr beim Winzerverein abgeliefert. Zwar sei die Erntemenge nicht hoch gewesen, die Qualität falle allerdings sehr gut aus, sagt Geschäftsführer Herbert Becker. "Noch stimmt die Bilanz. Mit diesem Ertrag können wir kostendeckend arbeiten."

Die Prognosen für das kommende Jahr sehen allerdings düster aus. In der jüngsten Sitzung hatten Vorstand und Aufsichtsrat festgestellt, dass 2002 keine Wirtschaftlichkeit mehr gegeben sei.

Mitgliederzahl und Anbaufläche würden ebenso sinken wie der Ertrag. Von den einst 80 Hektar Anbaufläche, die die Vereinsmitglieder bewirtschafteten, sei nur noch knapp ein Drittel übrig geblieben. "Die meisten unserer Mitglieder sind 70 Jahre und älter", sagt der Vorsitzende des Winzervereins, Franz-Josef Blees.

Nach und nach legten sie ihre Weinberge still. "Bei den Fassweinpreisen, die heute gezahlt werden, kann man keinen jungen Menschen überreden, weiter zu machen", ergänzt Franz-Josef Blees.

Die Zukunft des 1897 gegründeten Winzervereins ist ungewiss, zwei Vollzeitarbeitsplätze und mehrere Aushilfsjobs in Gefahr. Auf der Suche nach einer Lösung ist der Vorstand einem Zusammenschluss mit der Moselland eG in Bernkastel-Kues nicht abgeneigt. Es habe bereits konstruktive Gespräche gegeben, ein Ergebnis liege jedoch noch nicht vor, sagt Herbert Becker. Trotzdem gibt sich der Geschäftsführer zuversichtlich: "Ich denke, dass wir eine Lösung finden werden."

Moselland-Vorsitzender Werner Kirchhoff ist in seiner Bewertung zurückhaltender. "Es hat bisher lediglich einen telefonischen Gedankenaustausch gegeben. Wir müssen uns im Vorstand erst einmal beraten", sagte er auf Anfrage des Trierischen Volksfreunds . Erst dann könnten Gespräche geführt werden.

Herbert Becker hofft, dass er den Mitgliedern noch in diesem Jahr ein Ergebnis der Beratungen mitteilen kann. Die Generalversammlung hätte dann das letzte Wort.

Video über den Winzerverein
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Aktualisiert am:
13. November 2010

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